Stromvergleich: Was du als Verbraucher beachten solltest

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Was du als Verbraucher beim Stromvergleich beachten solltest

  • Der Strompreis pro Kilowattstunde wird auch als Arbeitspreis bezeichnet und ist in den letzten Jahren bekanntlich stetig gestiegen. Der Begriff „Kilowattstunde“ oder „Wattstunde“ ist hier wichtig. Darauf sollten die Verbraucher/innen achten, wenn sie Strompreise vergleichen.
  • Strom wird in der Regel in Kilowattstunden gemessen und von analogen oder digitalen Stromzählern abgelesen und dann aufgezeichnet. Eine Kilowattstunde ist tausendmal mehr als eine Wattstunde. Eine Wattstunde (Wh) ist die Energiemenge, die ein technisches Gerät in einer Stunde benötigt, um zu funktionieren.
  • Auf den meisten elektronischen Geräten finden die Kunden Informationen über ihren spezifischen Wattstundenverbrauch. Die sogenannte Energieklasse kann Aufschluss über die Energieeffizienz von Geräten geben. Nur Geräte der Klassen A bis G sind besonders energieeffizient.

Worauf sollte man beim Vergleich der Stromanbieter achten?

Da jeder der rund 1.000 Stromanbieter eine ganze Liste verschiedener Stromtarife anbietet, ist es nicht mehr einfach, den Überblick über dieses schier endlose Zahlengewirr zu behalten. Zum Glück ist es mit einem unabhängigen Stromvergleich im Internet nicht schwer, den spezifischen und am besten geeigneten Stromtarif zu finden.

Allerdings ist kein Anbieter auf lange Sicht billig. Der Strommarkt ist besonders unbeständig. Je nach Vertrag ist der Stromtarif nur im ersten Jahr sehr günstig, steigt aber in den Folgejahren an. Die Erhöhungen sind keineswegs versteckt oder hinterhältig. Einzelne Anbieter berücksichtigen jedoch die Bequemlichkeit der Kunden, die die Verträge einfach weiterlaufen lassen und sich nicht die Mühe machen, einen neuen Stromvertrag abzuschließen.

Auf der Suche nach dem besten Stromtarif mit dem Stromvergleich

Der beste Stromtarif ist eine Kombination aus mehreren Elementen. Erstens sollte der Vertrag die kürzestmögliche Laufzeit und Kündigungsfrist haben. Außerdem sollte er den Kunden eine Preisgarantie bieten, um sie vor Preiserhöhungen während der Vertragslaufzeit zu schützen. Am Ende der Vertragslaufzeit sollte er prüfen, ob der Stromvertrag eine automatische Verlängerung vorsieht.

Kurze Laufzeit und Kündigungsfrist

Die Kunden sollten auf eine möglichst kurze Vertragslaufzeit und eine ebenso kurze Kündigungsfrist achten, die mit einer Preisgarantie für die gesamte Vertragslaufzeit kombiniert werden sollte. Um unnötigen bürokratischen Aufwand zu vermeiden, sollte sich der Stromliefervertrag automatisch zu den gleichen Bedingungen verlängern, wenn er nicht von einer der Vertragsparteien fristgerecht schriftlich gekündigt wird.

Max. 12 Monate Vertragsdauer

Im Allgemeinen wollen die Stromanbieter ihre Kunden so lange wie möglich behalten. Deshalb empfehlen die Verbraucherzentralen, dass die Mindestvertragsdauer 12 Monate nicht überschreiten sollte. Die besseren Unternehmen sind diejenigen, die in der Regel 6-monatige Verträge anbieten. Offenbar ist das Produkt so kundenfreundlich, dass sie sich keine Sorgen machen müssen, den Vertrag schnell zu kündigen.

Je kürzer die Kündigungsfrist im Vertrag ist, desto besser. Wenn der Stromanbieter den Preis pro Kilowattstunde erhöht, hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht. Um nicht monatelang an einen Stromvertrag gebunden zu sein, empfehlen Verbraucherschutzorganisationen, darauf zu achten, dass die Kündigungsfrist nicht mehr als einen Monat beträgt.

Preisgarantie

Eine angemessene Preisgarantie schützt den Kunden auch vor Strompreiserhöhungen während der Vertragslaufzeit. Die meisten Anbieter formulieren eine „begrenzte Preisgarantie“, was bedeutet, dass ein Teil der staatlich veranlassten Preiserhöhung in der Regel an die Endkunden weitergegeben wird. Die Stromkosten können also trotz der Preisgarantie weiter steigen. Deshalb sollten die Kunden genau darauf achten, ob eine Preisgarantie tatsächlich angeboten wird; einige Anbieter tun dies und tragen die damit verbundenen Risiken selbst.

Wenn der Stromvertrag mit einer automatischen Verlängerung verbunden ist, was wünschenswert ist, solltest du als Kunde auf das Kündigungsdatum achten. Außerdem solltest du darauf achten, dass der Zeitraum der automatischen Vertragsverlängerung kurz ist (z. B. nur ein Monat), denn das ist fair und bequem für alle Beteiligten.

Schlechterer Service beim Discounter

Energiediscounter können ihren Kunden meist besonders günstige Tarife anbieten. Bei Energiediscountern übernimmt der Netzanbieter die Abwicklung. Auch die Endabrechnung kommt bei Energiediscountern nicht vom Anbieter selbst, sondern direkt vom Netzbetreiber. Die Kunden sollten sich darüber im Klaren sein, dass dies einen großen Verlust an Service bedeutet.

Bonusangebote beim Stromvergleich

Stromanbieter versuchen immer wieder, Kunden mit einem Bonus für Neukunden zu locken und den Vertragsabschluss attraktiver zu machen. Ein solcher Neukundenbonus ist ein Rabatt, den der Anbieter am Ende des ersten Lieferjahres auszahlt oder am Ende des Jahres von der Rechnung abzieht. Allerdings profitieren Neukunden in der Regel nur dann vom Neukundenbonus, wenn sie in den letzten sechs Monaten keinen Vertrag mit einem bestimmten Stromanbieter abgeschlossen haben.

Im Stromtarifvergleich bieten die Anbieter auch separat einen Sofortbonus an, den du als Kunde im ersten Jahr des Tarifs bekommst. Im Vergleich zum Neukundenbonus gewährt der Stromanbieter diesen Rabatt in der Regel vier bis zwölf Wochen nach Beginn der Stromlieferung. Voraussetzung für den Sofortbonus ist jedoch in der Regel, dass du als Neukunde innerhalb der letzten sechs Monate keinen Vertrag mit dem Stromanbieter abgeschlossen hast.

Wenn du Stromanbieter vergleichst und dich für einen neuen Anbieter entscheidest, solltest du diese wichtigen Boni berücksichtigen. Mit der richtigen Filtereinstellung in der Stromvergleichsrechner kannst du dir auch Tarife ohne solche Boni ansehen.

Lohnt sich ein Stromvergleich?

Du solltest Strompreise vergleichen, um bei deinen monatlichen Stromkosten zu sparen. Wenn du Stromanbieter vergleichst, kannst du oft günstige Tarife finden, mit denen du Hunderte von Euro pro Jahr sparen kannst. Auch wenn du in der Vergangenheit einen solchen Stromvergleich gemacht und dann den Anbieter gewechselt hast, solltest du regelmäßig einen neuen Vergleich machen, um deine monatlichen Stromkosten weiter zu senken und in Zukunft noch mehr Geld zu sparen. Wenn du außerdem das Gefühl hast, dass der aktuelle Strompreis immer noch zu hoch ist, solltest du sofort einen Stromvergleich machen und nicht länger warten. Auch wenn dir der Strompreis nicht zu teuer erscheint, solltest du einen Stromkostenvergleich machen, denn auch hier sind wahrscheinlich Kosteneinsparungen möglich.

Um die monatlichen Stromkosten zu senken, kannst du mehrere Möglichkeiten ausprobieren. Du solltest die Elektrogeräte mit der niedrigsten Energieeffizienzklasse kaufen und unnötige Geräte ausschalten. Gleichzeitig sollten Kühl- und Gefrierschränke regelmäßig abgetaut und nur vollwertige Waschmaschinen und Geschirrspüler eingeschaltet werden. Auch Ladegeräte solltest du nach dem Aufladen ausstecken. All diese Tipps helfen dir, Strom zu sparen, aber es lohnt sich immer, die Strompreise zu vergleichen. Jeder Kunde kann davon profitieren und durch den Vergleich einen günstigeren Stromanbieter finden.

Oft wechseln Menschen den Anbieter, um sich von teuren Stromlieferungen zu befreien. Aber nicht nur in diesem Fall lohnt es sich. Da nicht nur die Strompreise steigen, sondern auch die Zahl der Stromanbieter, nimmt der Wettbewerb ständig zu. Jeder Anbieter will seinen Kunden günstige Stromtarife anbieten, um viele Kunden zu gewinnen. Deshalb ändern sich die Strompreise ständig. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig einen Stromvergleich durchzuführen, um zu sehen, ob du immer noch den günstigsten Tarif auf dem Markt hast. Zusätzlich zu den monatlichen Einsparungen bieten die Anbieter meist einen lukrativen Bonus oder eine Prämie für den Wechsel an.

Strompreise des Grundversorgers

Der Stromanbieter, der die meisten Haushalte in einem Gebiet mit Strom versorgt, wird als Grundversorger bezeichnet. Das bedeutet, dass jeder Haushalt Anspruch auf eine Grundversorgung hat und automatisch Strom von diesem Anbieter erhält. Der Grundversorger wird alle drei Jahre überprüft und es kann ein anderer Stromversorger bestimmt werden.

Zu den derzeitigen Grundversorgern gehören z. B. Vattenfall in Hamburg und Berlin, die Stadtwerke München GmbH in München und die RheinEnergie AG in Köln. Wenn du deinen Stromanbieter noch nicht gewechselt hast, bist du automatisch Kunde bei diesem Grundversorger. Das ist zwar ein bequemer und einfacher Service, weil du vom ersten Antrag an automatisch von deinem Grundversorger mit Strom beliefert wirst. Allerdings ist der Grundversorger in der Regel deutlich teurer. Wenn du deinen Strom von deinem Grundversorger beziehst, ist es ratsam, die aktuellen Strompreise zu vergleichen, um in Zukunft mehr Geld zu sparen. Experten erklären, warum die Grundversorgung viel teurer ist als alternative Stromanbieter.

Bist du noch bei deinem Grundversorger? Das musst du wissen:

  1. Die Kündigungsfrist ist beim Stromvergleich immer wichtig. Die Kündigungsfrist bei einem Grundversorger ist recht kurz, nur zwei Wochen. Das Risiko, schnell Kunden zu verlieren, ist jedoch größer.
  2. Auch die Marktstellung des Anbieters muss berücksichtigt werden. Als Grundversorger hat der Anbieter in der Regel eine besonders gute Marktposition bei vielen Kunden erworben. Daher ist es nicht mehr nötig, Kunden mit niedrigen Strompreisen zu locken.
  3. Da der Grundversorger in der Regel alle Haushalte in einer Region beliefern muss, sind die Ausgaben deutlich höher. Wenn ein alternativer Stromanbieter ebenfalls zahlungsunfähig wird, muss der Hauptversorger sofort eingreifen, damit du als Verbraucher auch in Zukunft Strom bekommst.
  4. Ein wichtiger Aspekt ist das Kundenbonitätsrisiko. Der Grundversorger muss alle Kunden mit Strom versorgen, auch die mit schlechter Bonität, die sonst keinen anderen Stromliefervertrag erhalten würden. Dies ist immer mit einem Risiko verbunden. Die Versorgung wird jedoch nur unterbrochen, wenn eine Forderung mehrmals nicht bezahlt wird.

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