Wissenswertes rund ums Trading

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Die Digitalisierung hat den Wertpapierhandel revolutioniert. Wurden Börsenhändler auf dem Parkett früher als eine privilegierte Spezies Mensch angesehen, die innerhalb kurzer Zeit ganze Vermögen gewann oder verbrannte, ist der Wertpapierhandel heute für jeden Erwachsenen frei zugänglich. Trader handeln mit der entsprechenden Software direkt an ihrem Notebook oder PC mit Millionenwerten. Doch immer noch umgibt Trading eine nebulöse Aura. Diese soll mit diesem Trading Lexikon Artikel etwas gelichtet werden.

Der Traum eines Traders ist der Gewinn eines Vermögens in kürzester Zeit! (Bild: Pixabay )

Die Grundlagen des Tradings für Anfänger

Online-Trading ist kein Lehrberuf. An Universitäten wird der digitale Handel nur am Rande angesprochen. Daher muss sich der angehende Trader das Basiswissen, welches zum erfolgreichen Wertpapierhandel gebraucht wird, größtenteils in Eigenregie aneignen. Dabei bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Videos, Webinare und Tutorials im Internet
  • Fachartikel, die sich mit dem Thema Trading befassen
  • Einschlägige Gruppen in sozialen Netzwerken

Was ist Online-Trading

Der Begriff “Trading” entstammt der englischen Sprache und beschreibt den Handel mit Finanzprodukten an der Börse. Während sich Hobby-Trader ab und zu erlauben, nach Feierabend die eine oder andere Position zu setzen, betreiben Profi-Trader einen Fulltime-Job. Dabei existieren mehrere Kategorien von Tradern, die auf der Zeitschiene in verschiedene Typen eingeteilt werden.

  • Positionstrading: Darunter wird ein Handeln verstanden, das sich am besten mit dem Schlagwort “buy and wait” beschreiben lässt. Wertpapiere werden gekauft und ruhen oft über Monate oder Jahre im Depot des Anlegers, um von einem langfristigen positiven Trend zu profitieren. In der Regel wird diese Art von Tradern “Investoren” genannt.
  • Swing Trading: Der Swing Trader bleibt üblicherweise einige Tage bis wenige Wochen in eine Position investiert.
  • Day Trading: Der Tag des Daytraders beginnt am Morgen jedes Arbeitstages mit der Öffnung der Börse. Am Nachmittag kurz vor Börsenschluss schließt er alle offenen Positionen.
  • Scalping: Diese Art des Tradings ist die hektischste Art des Börsen-Tradings. Der Trader versucht, von kurzfristigen Trends zu profitieren und kauft und verkauft ein Papier nicht selten innerhalb weniger Minuten.

Fundamentalanalyse und Chartanalyse

Jeder Trader folgt dem Trend. Als optimal wird angesehen, wenn er zu Beginn eines positiven Trends einsteigt, diesen bis zur Trendwende verfolgt und dann seine Position auf dem Höchststand verkauft. Bei negativen Trends verhält es sich genau umgekehrt. Wenn das besagte Papier verkauft wurde, wartet der Trader, bis der Tiefpunkt erreicht ist, um sich wieder einzudecken.

Allerdings gelingt das nur in der Theorie, denn selten kann eine Trendwende exakt vorherbestimmt werden. Langfristig ausgerichtete Trader (Investoren) verlassen sich bei ihrem Handeln auf die Fundamentalanalyse. Dabei wird der Untersuchung von betriebswirtschaftlichen Daten und des ökonomischen Umfelds des Unternehmens Vorrang eingeräumt. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Dividendenrendite spielen eine übergeordnete Rolle.

An kurzfristigen Gewinnen interessierte Trader richten sich nach der Chartanalyse. Dabei wird einzig der historischen Entwicklung eines Wertpapiers Beachtung geschenkt. Nach dieser Annahme sind alle anderen Entwicklungen schon im Preis enthalten. Der Trader versucht, im Chartbild eine Formation zu entdecken, die Hinweise auf den Beginn eines neuen Trends gibt. Im Idealfall ergänzen sich beide Analyseformen zu einem Bild, welches auf ein gewinnträchtiges Engagement hinweist.

Den richtigen Broker auswählen

Um an der Börse zu handeln, bedarf es einer Börsenlizenz von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Diese wird nur für Broker ausgestellt. Ein Broker kann eine Hausbank sein oder ein unabhängiges Unternehmen, das sich auf den Börsenhandel spezialisiert hat. Im Online-Börsengeschehen ist der Broker eine Plattform, die zwischen Börse und Trader vermittelt, ohne eigene Geldmittel zu verwenden. Über diese Plattform wird im Auftrag des Kunden gekauft und verkauft.

Zudem verwaltet der Broker das Depot-Konto, über welches alle Geldströme aus dem Börsenhandel fließen. Gute Broker stellen ein Demokonto zur Verfügung, mit dem der Neukunde ohne Kapitaleinsatz üben und das Börsengeschehen verinnerlichen kann. Die Kosten des Brokers müssen transparent und niedrig gehalten sein, damit die Rendite nicht aufgefressen wird. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit über einen Wertpapier-Kredit die Rendite zue hebeln.

Fazit

Auf einen einfachen Nenner gebracht, bezeichnet Trading verschiedene Formen des Börsenhandels. Um diesen in all seinen Ausprägungen zu lernen, ist viel Zeit, Disziplin und Geduld notwendig. Es wird empfohlen, sich eingehend mit der Materie zu beschäftigen, damit der erste Trade nicht zugleich der letzte ist.

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