Geldanlage Indexfonds (ETFs) – Pros & Contras

Immer mehr Anleger weichen mittlerweile auf andere Geldanlagen aus als noch vor ein paar Jahren, weil klassische Sparmodelle einfach keine Zinsen mehr abwerfen. Besonders beliebt sind dabei Indexfonds, auch ETFs genannt. Doch woher rührt diese große Beliebtheit? Und gibt es auch Nachteile, die potentielle ETF-Anleger kennen sollten?

Was ist überhaupt ein ETF?

ETF ist kurz für Exchange-Traded Fund, also für börsengehandelter Fond. Anleger investieren dabei in einen bestimmten Index – das kann ein Aktienindex sein, aber auch ein Rohstoff- oder Krypto-Index. Performt der Gesamtindex gut, was die Grundannahme beim ETF-Sparen ist, gewinnen auch die Anteile der Anleger an Wert. ETFs gelten als langfristige Geldanlagen und können über die Jahre hinweg solide Rendite abwerfen. Anders als beim normalen Aktienhandel investiert man dabei nicht in Einzelwerte.

Viele Vorteile der ETFs

ETFs werden bei Anlegern immer beliebter, denn sie haben viele Vorteile. Dennoch ist die Wahl des passenden Sparplans und auch des Brokers entscheidend darüber, wie erfolgreich die Investition letztlich wirklich wird. Im ETF Sparplan Vergleich finden angehende Anleger alle wichtigen Informationen dazu.

Geringe Kosten

ETFs laufen automatisiert und werden nicht aktiv gemanagt wie andere Fondsarten. Dadurch sind die laufenden Kosten für das Online-Depot (auch für Kinder) sehr gering. Niedrigere Kosten führen zu höheren Gewinnmargen, weil Gewinne nicht durch unnötige Kosten geschmälert werden.

Liquidität

Zwar gelten ETFs als langfristige Geldanlage, dennoch haben Anleger jederzeit die Möglichkeit, ihren Sparplan aufzulösen. Im Gegensatz zu vielen anderen Geldanlagen ist das Kapital bei ETFs also nicht dauerhaft gebunden, sondern kann jederzeit liquidiert werden.

Sicherheit

Das Fondssparen gilt als sehr sichere Geldanlage. Blickt man auf die Vergangenheit zurück stellt man fest, dass die Wirtschaft – und somit auch einzelne Indizes – stetig gewachsen sind. Geht diese Entwicklung auch zukünftig so weiter, werden ETFs nicht zu drastischen Verlusten führen.

Weil ETFs zum Sondervermögen von Banken zählen, können sie im Falle einer Insolvenz nicht angetastet werden. Das Geld der Anleger ist also sicher.

Transparenz

Anleger können jederzeit den Kurswert ihres Sparplans überprüfen, den Sparplan pausieren oder sogar selbst kündigen. Auch die Kosten sind überschaubar und damit maximal transparent. Das macht ETFs auch bei Einsteigern zu einer sehr beliebten Geldanlage.

Risikostreuung

Diversifikation ist die goldene Regel beim Börsenhandel. Durch eine möglichst breite Streuung können Verluste bei Einzelwerten durch Gewinne bei anderen Assets wieder ausgeglichen werden. Durch die Risikostreuung reduziert man also sein Verlustrisiko. ETFs sind der Inbegriff der Diversifikation, denn sie bilden einen kompletten Index, nicht Einzelwerte ab.

Auch für das kleine Budget geeignet

An der Börse herrscht die Grundannahme, dass nur durch große Investitionen spürbare Gewinne verzeichnet werden können. Weil das Investitionsvolumen bei ETFs von Sparrate zu Sparrate kontinuierlich ansteigt, können dabei auch Personen mit kleinem Budget langfristig gewinnbringend mit ihrem Kapital arbeiten. Schon kleine Sparraten ab 20€ pro Monat können bei einer Laufzeit von zehn bis 15 Jahren äußerst lukrativ sein.

ETFs haben allerdings auch Nachteile

Jede Medaille hat zwei Seiten – das trifft natürlich auch auf ETFs zu. Auch wenn die Vorteile überwiegen, sollten potentielle ETF-Investoren auch die Nachteile der automatisierten Fonds kennen:

Kontrahentenrisiko von Swap ETFs

Anleger, die sich bei ETF-Abschluss auf eine Swap-Vereinbarung einlassen, büßen Sicherheit ein. Die Bank geht nämlich einen Handel mit einem Dritten (Kontrahent oder Swap-Partner) ein. Ist dieser nicht mehr zahlungsfähig, ist das Kapital der Anleger weg. Swap-Anteile zählen nämlich leider nicht zum Sondervermögen.

Kosten bei Swap ETFs

Das Swap-Geschäft der Banken kann Anleger aber auch noch auf eine andere Art schädigen: Oft sind die Gebühren dabei für Anleger nämlich nicht klar nachvollziehbar. Manchmal sind sie sogar zu hoch. Swap ETFs können aber auch sehr rentabel sein, weshalb die genannten Gründe kein Ausschlusskriterium sein müssen. Wichtig ist jedoch, dass Anleger sich des Risikos bewusst sind.

Physisch replizierende ETFs

Physisch replizierende ETFs enthalten tatsächliche Anteile der im Index enthaltenen Wertpapiere. Oft leihen sich Spekulanten solche Wertpapiere über die Bank aus und führen dafür eine Gebühr an den ETF-Besitzer ab. Dieses Verfahren kann also zu einem Einnahmen-Plus führen. Wird der Leihende jedoch zahlungsunfähig, kann das zu Verlusten beim Anleger führen, denn erhöhte Rendite gehen immer mit einem erhöhten Risiko einher.

Titelbild: https://www.pexels.com/de-de/foto/marketing-frau-kreativ-entwurf-6289065/

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