An der Börse sind Profis im Nachteil

Viele Leute in Deutschland halten sich von Aktien fern. Übliche Argumente die ich aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis dazu zu hören bekomme, sind „Aktien sind zu riskant“ oder „Die Börse ist doch nur was für Zocker“ oder aber auch, die Börse sei ein Nullsummenspiel, bei dem die Profis immer gewinnen und die Kleinanleger verlieren. In vielen Bereich mag es so sein, das Können und Übung entscheidend sind für Erfolg. Im Sport zum Beispiel. An der Börse aber nicht. Profis unterliegen gewissen Zwängen und sind daher an der Börse im Nachteil. Ich stelle 3 Vorteile privater Investoren gegenüber den Profis vor.

Die Zwänge der Profis

Warum ist das so? Ganz einfach: Die Manager haben mit Zwängen zu kämpfen, die du als Privatanleger nicht hast.

Der Zwang der Herde zu folgen

Beispielsweise muss sich ein Profi regelmäßig gegenüber seinem Chef und den Kunden rechtfertigen, weshalb er diesem oder jenen Trend folgt oder nicht folgt. Folgt die Masse der anderen Profi einem bestimmten Anlagetrend, wie z.B. Internetaktien um die Jahrtausendwende rum, hat der Profi Erklärungsnöte gegenüber den Stakeholdern, wenn er diesem Trend nicht folgt. Lag die Masse in Ihrer Einschätzung falsch, stürzen alle ab, der Profi wird dann nicht persönlich zur Rechenschaft gezogen. Lag die Masse aber richtig, und der Profi falsch, kommt er in Erklärungsnöte. Als Privatinvestor musst du hingegen keiner Herde hinterlaufen.

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An der Börse sind Profis im Nachteil: Mit dem günstigen Trade Republic Depot werden die Profis wohl nicht handeln

Der Zwang immer etwas tun zu müssen

Wenn die Anleger dagegen gierig sind, steigen die Preise manchmal ins Uferlose. Auch wenn ich das für ETF-Sparer nicht empfehle, für Leute die in Einzelaktien investieren, gibt es Situationen, wo es besser ist, einfach nichts zu machen und abzuwarten. Dies ist für einen Profi sehr schwierig, denn wie soll er sein hohes sechsstelliges Gehalt rechtfertigen, wenn er einfach nichts macht. Das ständige Kaufen und Verkaufen verursacht zusätzlich erhebliche Gebühren. Als Privatinvestor hingegen ist es völlig okay, das Depot und die Sparpläne einfach mal laufen zu lassen und sonst nichts weiter zu tun.

Verluste aussitzen

Als kleiner Privatinvestor hast du einen weiteren Vorteil gegenüber Profis: Wenn du hervorragende Unternehmen in deinem Portfolio hast, ist es nicht schlimm, wenn die Kurse alle Jahrzehnte mal einbrechen. Im Gegenteil. Du kannst diese Phasen nutzen dein Portfolio günstig auszubauen, indem du nachkaufst.

Ein Profi kann das nicht kann das nicht. Seine Anleger und sein Chef wollen sehen, was er macht, um Verluste zu vermeiden und Erträge zu generieren. Aussagen, wie wir müssen die Krise aussitzen werden nicht geduldet. Aufgrund dieser kurzfristigen Sichtweise muss der Profi die Aktien der gesunden Unternehmen zum Tiefstpreis verkaufen. Beim Rebound des Markts ist der Profi dann nicht dabei. Als Privatinvestor kannst du Kursverluste aussitzen, und profitierst so vom Rebound der Märkte.

Drei Vorteile für Privatinvestoren

In diesem Artikel habe ich drei Vorteile von Privatinvestoren gegenüber Profis dargestellt. Diese sind:

  1. Als Privatinvestor musst du keiner Herde hinterherlaufen
  2. Als Privatinvestor musst du nicht ständig etwas kaufen oder verkaufen, sondern hast den Luxus abwarten zu können
  3. Zudem kannst du als Privatinvestor Verluste aussitzen und musst keine erstklassigen Unternehmen aufgrund schlechter Nachrichten verkaufen.

Diese herrschenden Zwänge der Profis können Marktausschläge sogar noch verstärken. Das schöne ist: Als Privatanleger kannst du dich völlig frei davon machen! Somit besitzt du einen dreifachen Vorteil gegenüber den Fondsmanagern! Und dafür musst du noch nicht mal Fachwissen haben…

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