Aktiendepot Basics die du jetzt wissen musst, um die Krise als Chance zu nutzen

Kreditsicherheit RSV

In der jetzigen Coronakrise bestehen bei heftigen Kursabschlägen wieder einmalige Eintrittschancen für neue Investoren. Wenn du einen langen Anlagehorizont von zehn oder besser 15 Jahren hast, kannst du diese Kursabschläge für dich nutzen. Auch, wenn die Märkte kurzfristig noch weiter einbrechen. In 5,10 oder 15 Jahren geht die Welt gestärkt aus der Coronakrise hervor. Falls du dich noch nicht mit dem Thema Aktiendepot beschäftigt hast, wird es daher jetzt Zeit, schnell noch einige Basics zu lernen. Daher sind in diesem Artikel einige grundlegende Informationen über Aktiendepots enthalten. Wenn du wissen möchtest, welche Anbieter ich konkret empfehle, schau mal hier nach. Wenn du schon ein Depot hast, findest du hier einen Artikel wie man eine Aktie kauft.

Hier noch ein paar Fakten: Rund 5 Millionen Aktionäre gibt es in Deutschland. Damit ist Deutschland im europäischen Vergleich ziemlich weit hinten angesiedelt. Dabei lieferte der Dax seit 1987 eine historische durchschnittliche Rendite von 7,75 % jährlich (inkl. Dividenden) [Quelle]. Hierin sind Kursabstürze wie die Dot-Com Blase im Jahr 2000 und die Finanzkrise 2008 bereits berücksichtigt.

Aktiendepot Basics: Zuwachs nicht gleich Gewinn

Erwerb, Verkauf und Verwaltung von Aktien kosten Gebühren und schmälern deine Rendite. Wenn du für dein Depot keine überhöhten Kosten und Gebühren bezahlen vergleiche Angebote von Direktbanken, Online-Brokern und klassischen Filialbanken miteinander! So können bei Vieltradern oder (monatlichen) ETF-Sparern die Gebührenunterschiede über die Jahre hinweg schnell mehrere Tausend Euro ausmachen.

Infografik von boerse.de

Aktiendepot Basics: Risiko Depotkonto bei Bankinsolvenz?

Im Falle der Insolvenz der Depotbank ist das Wertpapiervermögen der Kunden nicht betroffen. Das liegt daran, dass es als Sondervermögen separat verwaltet wird. Deshalb ist eine Einlagensicherung wie bei Konten bei Wertpapieren nicht notwendig.

Also: Die Bank verwaltet dieses Sondervermögen treuhänderisch für die Anleger und getrennt von ihrem eigenen Vermögen. Im Falle der Insolvenz der Bank sind die hinterlegten Wertpapiere deshalb geschützt und müssen nicht zum Bedienen von Gläubigerforderungen herhalten.

Das bedeutet: Die Aktien gehören immer dir! Auch, wenn die Bank pleite geht. Gleiches gilt übrigens auch, wenn ein Robo Advisor dein Depot verwaltet!

Aktiendepot Basics: Verrechnungskonto

Zum Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren benötigen Anleger zusätzlich ein Verrechnungskonto. Von diesem Konto wird das Geld bei Aktienkäufen eingezogen und bei Verkäufen gutgeschrieben. Die meisten Banken eröffnen dir ein kostenfreies Verrechnungskonto mit deiner Depoteröffnung. Manche Banken akzeptieren auch Konten von Fremdbanken – dies könnte z.B. dein bestehendes Girokonto sein. Genaueres erfährst du im Eröffnungsprozess deines Depots! Übrigens: Es gibt nur drei Voraussetzungen um an der Börse investieren zu können: Du musst voll geschäftsfähig sein, ein Depot besitzen und natürlich etwas Geld zum Investieren übrig haben. Das nur Vermögende Aktien kaufen können ist übrigens ein Mythos!

So können bei vielen Anbietern monatliche Aktien-Sparpläne bereits ab 25 Euro erstellt werden. Ein Beispiel ist der sehr günstige Anbieter Trade Republic*. Deine ETF-Sparpläne sind natürlich jederzeit auch wieder kündbar.

Aktiendepot Basics: Einfaches Learning by Doing mit dem günstigen Trade Republic Depot!

Aktiendepot Basics: Depot eröffnen

Welches das richtige Depotkonto für dich ist, hängt von deinen Vorlieben ab. Du legst hohen Wert auf den persönlichen Kontakt zu deinem Bankberater? Dann suche dir eine klassische Filialbank. In der Regel zahlst du für diese Leistung jedoch zusätzliche Gebühren.

Beste Konditionen: Erledigst du alle deine Bankgeschäfte sowieso lieber 24/7 im Internet? Dann profitierst du von den günstigeren Konditionen der Onlinebroker. Auch sogenannte Discountbroker bieten Depots für den privaten Anleger an. Sie sind häufig Ableger größerer Institute mit deutlich kundenfreundlicher Kostenstruktur. Ein Spezialfall ist das Fonds-Depot: Hier können keine Aktien, sondern ausschließlich Fonds der entsprechenden Fondsgesellschaft gekauft werden.

Depotgebühren: Augen auf beim Depotvergleich

Die Höhe der erhobenen Gebühren fürs Depot variiert stark zwischen den Anbietern. Prinzipiell werden folgenden Gebühren von den Brokern erhoben:

Depotgebühren

Dies sind Gebühren, die für das Aufbewahren der Wertpapiere von deinem Depot Anbieter erhoben werden. Sie werden daher auch Verwahrgebühr genannt. In der Regel sind diese Gebühren ein “Relikt” aus der Offline-Ära. Online Banken verwahren deine Wertpapiere fast immer kostenlos. Filialbanken kassieren im Gegenzug dafür doppelt ab: Einmal mit einem fixen Anteil und zum anderen mit einem zusätzlichen variablen Gebührenanteil, abhängig vom Volumen des Depots. Da Verwahrgebühren auch ohne Transaktionen anfallen, sind sie insbesondere für Einsteiger, die nur wenige Trades im Jahr durchführen äußerst relevant. Du findest die Depotgebühren unter dem Reiter Produktdetails.
 

Order- oder Transaktionsgebühren

Order- oder Transaktionsgebühren fallen bei Kauf und Verkauf von Wertpapieren an. In der Regel sind sie vom Volumen des Kaufs/Verkaufs abhängig. Zunehmend setzen sich hier “Flat-Fee” Kostenmodelle durch. Hierbei wird unabhängig vom gehandelten Volumen  eine (in der Regel sehr geringe) Gebühr für den Kauf oder Verkauf erhoben (z.B. DEGiro, onvista*, Smartbroker*, TradeRepublic*).Vieltrader müssen auf diese Gebühren besonders achten.

Die Börsengebühr

Die Börsengebühr umfasst die Courtage des Brokers sowie eventuell anfallende Kosten für  die Nutzung des Handelsplatzes bei jedem Kauf oder Verkauf. Es macht einen Unterschied, ob du das Wertpapier über die Börse Stuttgart, Frankfurt, München oder einen anderen Handelsplatz kaufst.
 

Zusatzleistungen

Manche Broker erheben für das Einstellen von  Limit Orders zusätzliche Gebühren. Bei einer Limit-Order gibt der Kunde schon im Vorfeld an, dass er ein Wertpapier kauft oder verkauft, wenn der Kurs ein bestimmtes Niveau erreicht. Auch diese Gebühr sollte beim Depotvergleich berücksichtigt werden. Du findest die Gebühren für Limit-Orders unter dem Reiter Produktdetails.

Noch ein Tipp

Die meisten Gebühren sind im Vergleichsrechner bereits enthalten. Weitere versteckte Gebühren einiger Anbieter habe ich hier für dich zum Nachlesen transparent gemacht.
Wer das für ihn beste Depotangebot haben möchte, muss auf einen individualisierbaren und detaillierten Depotvergleich zurückgreifen. Im Vergleichsrechner kannst du durch  deine ungefähre Anzahl an Orders pro Jahr sowie dein Ordervolumen in € bzw. deine Sparrate und Häufigkeit das für dich günstigste Depot finden.

Aktiendepot Basics: Depot eröffnen

Filialbanken

Bei Filialbanken ist der herkömmliche Weg ist das Ausfüllen eines Depotantrags bei der Bankfiliale. Der Bankberater kann hierbei unterstützen.

Onlinebanken

Einfacher und schneller geht die Depoteröffnung online vonstatten. Nachdem du durch Eingabe deiner voraussichtlichen Anzahl an jährlichen Orders und dem ungefähren Ordervolumen das Beste Depot für dich gefunden hast, führt dich ein Klick direkt zur Depoteröffnung bei deinem Lieblingsbroker. Bei der Eröffnung deines neuen Depots müssen Angaben zu: Name, Adresse, Geburtsort und -datum, E-Mail-Adresse und Telefonnummer gemacht werden. Außerdem wirst du nach deiner Erfahrung mit Wertpapieren befragt. Deine Antwort dient dazu dich in eine entsprechende Risikoklasse einzustufen. Je nach Risikoklasse stehen dann unterschiedliche Anlageprodukte zur Verfügung.  Wer beispielsweise schon seit vielen Jahren mit Anleihen, Aktien oder Fonds handelt, wird auch für riskantere Geschäfte, wie beispielsweise spezielle Zertifikate freigeschaltet. Die Risikoeinstufung dient dem Schutz des Anlegers vor größeren Verlusten durch zu riskante Geschäfte.

Depoteröffnung mit Smartphone: eine Sache von wenigen Minuten

Ein neuer Trend ist die Legitimation per Webcam oder Smartphone-App: Hier führst du die Legitimation direkt in der App durch, über die später dann auch dein Depot verwaltet wird. Das Depot von Trade Republic eröffnest du, indem du auf deren Webseite wenige Fragen zu Name, Geburtsdatum, Handynummer, und so weiter beantwortest und im Anschluss einfach die App installierst.

Depoteröffnung über das PostIdent Verfahren

Viele Anbieter greifen nach wie vor auf das Postident Verfahren zurück, was auch seine Vorteile haben kann, da das Verfahren nicht so anfällig für technische Probleme ist. Nachdem das Depotantragsformular vollständig ausgefüllt ist, geht’s mit Formular und Ausweis zur Personalkontrolle bei der Post. Die Post leitet deinen Antrag dann an die depotführende Bank weiter. Hast du den Antrag abgesendet meldet sich die Bank in der Regel innerhalb weniger Tage bei dir per Brief und sendet dir alle erforderlichen Unterlagen sowie Zugangsdaten zu deinem Depot in mehreren getrennten Briefen zu.

Aktiendepot Basics: Depot schließen/kündigen

Am sichersten ist immer noch die Kündigung per Brief mit Unterschrift. Eine kostenloses Muster zur Kündigung deines Depots findest du hier (Word Datei). Wer wechseln möchte, kann auch den Wechselservice vieler Banken nutzen.

Hier findest du weitere Mustervorlagen zum Kündigen deines Depots (Alles .docx Word Dateien):

Abschließend noch 7 Tipps zur Depoteröffnung!

Aktiendepot Basics: Meine 7 besten Tipps zur Depoteröffnung

  • Zäume das Pferd nicht von hinten auf: Definiere zunächst deine Anlageziele. Was willst du mit deiner Anlage bis wann erreichen? Wie viel Schwankung (Volatilität) verträgst du? Bleibst du cool und gelassen, wenn die Märkte um 30 – 40 % kurzzeitig einbrechen? Bist du passiver ETF-Sparer oder aktiver Trader? Sei dir im Klaren darüber was du willst. Erst dann kommt der Kostenvergleich der Broker an die Reihe. Unterschiedliche Broker sind auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten. Die besten Depots 2020 findest du hier.
  • Für aktive Trader: Neue Strategien erst im Musterdepot ausprobieren: Teste deine Strategien in einem Musterdepot  bevor du echtes Geld einsetzt. Dies kannst du z.B. mit einem Musterdepot von Cap Trader machen, dass du ohne Risiko und Verbindlichkeiten eröffnen kannst.

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  • Sonderaktionen nutzen: Direktbanken und Online Broker stehen in hartem Wettbewerb untereinander: Nutze Sonderaktionen bei der Eröffnung. Startguthaben und Freetrades sind keine Seltenheit! Alle aktuell gültigen Aktionen findest du in der Vergleichstabelle.
  • Erreichbarkeit des Kundenservice: Mindestens eine Hotline und eine E-Mail sollten zur Verfügung stehen. Tipp: Abends ruft jeder bei der Hotline an. Versuche es mal früh morgens!
  • Viel unterwegs? Achte auf eine brauchbare App. Wer Banking über App liebt, kommt an TradeRepublic*wohl nur schwer vorbei.
  • Selbstauskunft ausfüllen: Die Bank stuft dich sonst auch mit jahrelanger Erfahrung als Börsenneuling ein und sperrt dich für zahlreiche Papiere
  • Andere Meinungen & Auszeichnungen berücksichtigen: In der Vergleichstabelle findest du Ratings und Testsiegel von vielen Brokern aufgelistet. Nutze die Schwarmintelligenz doch einfach für dich!

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Disclaimer: Es handelt sich um gut recherchierte, aber dennoch unverbindliche Informationen. Keinesfalls handelt es sich um Kaufempfehlungen! Die Wertentwicklung in der Vergangenheit garantiert keine zukünftigen Ergebnisse.

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